LinaS - News

"Boule ist cool"


Lingener Tennisverein startet mit neuem Angebot ins LinaS-Projekt

 

LinaS hat einen neuen Partner: Der Lingener Tennisverein Grün-Weiß erweitert sein Angebot mit einer neuen Boule-Anlage. Aber warum Boule im Tennisverein?


Grün-Weiß Lingen wollte gezielt ein Angebot schaffen, an dem jeder Mensch teilnehmen kann, unabhängig von Alter, Fitness oder Behinderung. Boule ist leicht zu erlernen und ein Sport, der Begegnung schafft – ganz im Sinne des Inklusionsprojektes LinaS.


Das Ziel von LinaS ist Inklusion durch Sport. „Das heißt, dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Sport machen“, erklärt Projektleiter Frank Eichholt. Konkret bedeute das eben auch, dass man die Angebote des Vereins gemeinsam wahrnimmt. Wie gut das funktioniert, zeigt die neue Partnerschaft. Begonnen hat sie mit einem Anruf von Peter Räder (Grün-Weiß Lingen) bei Marita Rosken, Gesamtleitung der Bereiche Wohnen, Begegnung, Assistenz des CWL. Sie war von der Idee sofort begeistert.


14 Menschen mit Behinderung haben daraufhin an einem ersten Schnuppertraining teilgenommen. Nach einer kurzen Einführung durch Peter Räder, erster Vorsitzender des Tennisvereins, versuchten sich die neuen Sportlerinnen und Sportler mit großer Neugier und Begeisterung im Boule. Begleitet wurden und werden sie von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des CWL. Sie unterstützen die Menschen mit Handicap und stehen ihnen ebenso wie den anderen Vereinsmitgliedern als Ansprechpartner zur Seite. Das Angebot hat inzwischen viele weitere Interessierte angelockt und die neuen Boule-Freunde spielen jetzt wöchentlich. Nach sechs Wochen sind neun von ihnen bereits in den Verein eingetreten. „Das ist phänomenal!“ freut sich Eichholt. „Ein deutliches Zeichen, dass wir mit LinaS auf dem richtigen Weg sind.“


Der Verein errichtete die neue Sportstätte mit fachlicher und finanzieller Unterstützung von LinaS. „Unser Boulodrome entspricht internationalen Wettkampfrichtlinien“, so Räder. Im Anschluss an ein erstes Turnier überreichte er jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer eine Medaille. „Sie sind vor Freude in die Luft gesprungen, fast bis an die Decke“, beschreibt er die Begeisterung der Teilnehmenden über diese Anerkennung.


Peter Räder freut sich sehr über die neuen Vereinsmitglieder: „Sie sind eine wahre Bereicherung für uns.“ Für ihn scheint Boule jedoch erst der Anfang zu sein. „Wir denken darüber nach, was als nächstes kommen könnte. Vielleicht Rollstuhltennis.“


Inzwischen nutzen rund 300 Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche die 27 verschiedenen Sportangebote von mehr als 30 Vereinen in der Region. Das Projekt des Christophorus-Werk ist deutschlandweit zum Best Practice Beispiel geworden, wenn es um Inklusion im Sport geht. Thomas Härtel, Vizepräsident des Deutschen Behindertensportverbandes, zollte bei seinem diesjährigen Besuch im CWL allen an LinaS Beteiligten seinen Respekt. Er lobte „das hervorragende Engagement und das vorbildliche Projekt.“ Tatsächlich ist LinaS Vorbild für das gerade gestartete Projekt INDUS (Inklusion durch Sport im Emsland). Mit INDUS soll das fachliche Know-How aus Lingen auf die gesamte Region angewendet werden.

 

 

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